LesBar trifft… |
Im Rahmen der monatlichen LesBar fand ein Autorengespräch und eine Lesung mit Kaleb Erdmann zu seinem Roman „Die Ausweichschule“ statt. Die Veranstaltung richtete sich an ein breites Publikum und legte besonderen Wert auf Partizipation, Diskussion und Reflexion gesellschaftsrelevanter Themen.
Erdmanns Roman (erschienen 2025, nominiert für den Deutschen Buchpreis) setzt sich mit dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 2002 auseinander und beleuchtet Fragen von Gewalt, Verantwortung, Erinnerungskultur und Wahrheit im öffentlichen Diskurs. Die Geschichte verknüpft zwei Ebenen: die unmittelbare Erfahrung des elfjährigen Autors nach der Tat und die literarische Reflexion zwanzig Jahre später, inklusive der Frage, ob über dieses Trauma geschrieben werden darf.
Ziele der Veranstaltung:
• Förderung des demokratischen Diskurses und kritisch-reflektierte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ereignissen
• Austausch über Literatur, Medien und Erinnerungskultur
• Offenes Gesprächsformat für Literaturinteressierte und Interessierten
Die LesBar schaffte einen Raum für Dialog, Erinnerung und Reflexion, ohne Opfer oder Täter zu instrumentalisieren und erweiterte so das kulturelle und demokratische Gesprächsangebot in Gera.


